Goldammer-Denkmal wieder komplett

Jörg Bartels nahm die Form im Namen des Museumsvereins Bad Nenndorf entgegen, damit dieses Stück Geschichte bewahrt bleibt. Das Goldammer-Denkmal wurde 1906 im Kurpark eingeweiht. Gestiftet wurde es vom preußischen Landwirtschaftsminister Viktor von Podbielski für seinen Freund, den Offizier Bernhard von Goldammer. Beide hielten sich regelmäßig zur Kur in Bad Nenndorf auf und gehörten zu einem Kreis von Stammgästen, der sich scherzhaft „Schwefelbande“ nannte – eine Anspielung auf die Schwefelquellen des Kurortes.

Die Einweihung des Denkmals war Teil eines Scherzes. Podbielski hatte seine Freunde unter einem Vorwand in den Kurpark gelockt. Er kündigte feierlich die Eröffnung einer angeblichen neuen Quelle an. Zur Enthüllung versammelten sich die Gäste – doch statt einer Quelle kam ein Stein mit einem Relief zum Vorschein: ein Rabe mit der Aufschrift „Bildnis des alten Obersten“.

Das Denkmal war als augenzwinkernde Widmung an seinen Freund Goldammer gedacht und wurde im Kurpark bald zu einer kleinen Kuriosität.

Mit dem neuen Guss ist das Goldammer-Denkmal erstmals seit vielen Jahren wieder vollständig – und kann pünktlich zum Start der Landesgartenschau ab dem 29. April 2026 wieder von Besuchern entdeckt werden.